Was ist der Unterschied zwischen EDI und EDI-Anbindung?
EDI ist der Standard für den Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen. Die EDI-Anbindung ist die Verbindung zu Ihren eigenen Systemen, damit die Dokumente automatisch in ERP, WMS und Finanzsystem gelesen und geschrieben werden. Ohne Anbindung bleibt EDI ein Portal, in das sich jemand einloggen muss.
Welche EDI-Standards unterstützen Sie?
EDIFACT und EANCOM, ANSI X12, VDA, XRechnung und ZUGFeRD, XML, JSON, IDoc und Flatfiles, übertragen per AS2, OFTP2, SFTP, Webservices und REST-APIs. Der Partner bestimmt das Format, und die Plattform übersetzt.
Was kostet eine EDI-Anbindung?
Das hängt von der Anzahl der Partner, Dokumenttypen und Systeme ab. Der Preis setzt sich aus der Lobster-Lizenz und der Implementierung zusammen, und den Betrieb übernehmen Sie selbst oder wir. Eine konkrete Schätzung geben wir Ihnen nach einer ersten Analyse Ihrer Flows. Was Sie die manuelle Bearbeitung heute kostet, zeigt der ROI-Rechner.
Wie lange dauert eine EDI-Implementierung?
Der erste Flow dauert meist am längsten, weil Plattform, Verbindungen und Arbeitsabläufe stehen müssen. Weitere Partner sind schneller angebunden, weil Mappings und Tests wiederverwendet werden. Bei Constellation Cold Logistics Denmark ist das Ziel, dass eine neue Kundenverbindung rund zwei Monate dauert statt bisher sechs bis acht, weil jeder Kunde jetzt nur noch auf ein gemeinsames Datenmodell in Lobster gemappt wird.
Können Sie unsere bestehende EDI-Lösung übernehmen?
Ja. Wir migrieren von BizTalk, VAN-Anbietern und individuell programmierten Lösungen zu Lobster und übernehmen auch den Betrieb bestehender Lobster-Installationen. Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme von Flows, Mappings und Partnervereinbarungen, damit beim Umzug nichts verloren geht.
Lässt sich EDI an Business Central anbinden?
Ja, und das ist eines der häufigsten Setups bei unseren Kunden. Business Central wird über API angebunden, und die EDI-Dokumente werden direkt als Verkaufsaufträge, Einkaufsbestellungen und Rechnungen angelegt. Dasselbe gilt für Dynamics 365 Finance & Operations, NAV und SAP.
Was bedeutet die E-Rechnungspflicht für unser EDI-Verfahren?
Für Rechnungen zwischen Unternehmen, die beide in Deutschland ansässig sind, gilt: Ein EDI-Verfahren, das die Anforderungen an eine E-Rechnung nicht ohnehin erfüllt, darf mit Zustimmung des Empfängers noch für Umsätze bis Ende 2027 genutzt werden (§ 27 Abs. 38 UStG). Danach kommt es auf § 14 Abs. 1 Satz 6 Nr. 2 UStG an: Neben Formaten nach EN 16931 dürfen Aussteller und Empfänger ein anderes strukturiertes Format vereinbaren, wenn sich die umsatzsteuerlich nötigen Angaben daraus richtig und vollständig in ein Format nach EN 16931 oder ein damit interoperables Format überführen lassen. Ob ein bestehendes EDI-Format das leistet, muss für den konkreten Rechnungsfluss geprüft werden.